Gelenkverschleiß
Gelenkverschleiß: Bewegung – der beste Gelenkschutz Das A & O
der richtigen Gelenkbehandlung ist die richtige Bewegung. Nichts schützt das
Gelenk so sehr wie Bewegung. Dabei wird das Gelenk zur Produktion von Synovia,
der Gelenkschmiere, angeregt. Untersuchungen haben ergeben, dass selbst Jogger,
die wöchentlich 20 oder 50 km laufen, wesentlich weniger unter Gelenkverschleiß zu
leiden haben wie Bewegungsmuffel. Gutes Schuhwerk mit richtiger Dämpfung entlastet die Gelenke Entscheidend ist aber, dass die Gelenke langsam an solche Belastungen gewöhnt werden. In der Presse oder im Fernsehen werden manchmal Programme angeboten, mit denen völlig Unsportliche innerhalb eines Jahres dazu gebracht werden, einen Marathonlauf durchzustehen. Dies ist tatsächlich möglich, weil man Herz, Kreislauf und Muskeln innerhalb von wenigen Monaten an eine größere Belastung gewöhnen kann. Der Gelenkknorpel gehört jedoch zu den so genannten bradytrophen Geweben, die nicht direkt durch Blutgefäße, sondern nur durch Diffusion über die Gelenkflüssigkeit ernährt werden und sich daher auch nur sehr langsam anpassen. Um Gelenke für größere Belastungen zu trainieren, benötigen Sie daher mehrere Jahre. Darum soll man sein Trainingspensum – am besten unter Anleitung eines erfahrenen Trainers oder sportmedizinisch erfahrenen Arztes – langsam über die Jahre steigern. Dann schützen Sie damit auch langfristig Ihre Gelenke. Gelenkverschleiß: Was tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist? Wenn bei Ihnen schon ein Gelenkverschleiß diagnostiziert wurde, dann ist eher Schonung angesagt. Das heißt keineswegs, dass Sie sich gar nicht mehr belasten dürfen, die Belastung muss aber der bereits eingetretenen Belastung angepasst werden. Es kommen dann eher Gelenk schonende Belastungen wie Schwimmen, Radfahren oder Skilanglauf als eher Gelenk belastende Betätigungen wie Walking oder Joggen in Frage. Innerhalb einer Sportart kann die Belastung für die Gelenke stark variieren. Beim Schwimmen ist etwa das Brustschwimmen weitaus belastender für Hüft- und Kniegelenke sowie Lendenwirbel- und Halswirbelsäule als das Kraulen. Beim Walking sind 20 km belastender als 10 km, sehr schnelles Walking ist belastender als langsames, Walking mit Bergauf- und Bergabgehen ist belastender als das Gehen in der Ebene. Die Gelenke können außerdem durch Schuhwerk mit guter Dämpfung sowie durch den korrekten Stockeinsatz (Nordic Walking) entlastet werden. Mittlerweile gibt es in jeder größeren Stadt und in fast jedem Sportverein die Möglichkeit, Sportarten wie Walking und Nordic Walking zu erlernen. Gelenkverschleiß: Die Gelenke bewegen, aber nicht belasten! Selbst wenn der Gelenkverschleiß schon sehr weit fortgeschritten ist und Sie schon bei geringen Belastungen (z.B. 400 m Gehen in der Ebene) deutliche Schmerzen haben, sind noch bestimmte Bewegungen möglich. Im Bewegungsbad eines Schwimmbad (Schwerkraft durch den Auftrieb des Wassers teilweise aufgehoben; angenehme, Schmerz lindernde Wärme des Wassers) können Sie sich immer noch bewegen und damit die Produktion der Gelenkschmiere anregen. Bei Kniegelenksarthrose ist auch eine Maßnahme wie das „Beine baumeln lassen“ sehr gut geeignet. Dabei sitzen Sie auf der Tischkante, lassen die Beine nach unten baumeln und heben die Unterschenkel mehrmals vorsichtig an. Dabei haben Sie dann eine Bewegung fast ohne Belastung.
Ganz wichtig: Trainieren Sie die das betroffene Gelenk umgebenden Muskeln. Ein Gelenk ist umso stabiler, je besser die Gelenkführung ist. Je fester die Gelenkflächen durch die Muskeln aneinander gepresst werden, desto weniger kann das Gelenk bei Bewegungen „schlackern“. Ein Kugellager, bei dem die Kugeln „Spiel haben“ ist rasch zerstört. Dasselbe gilt auch für die Gelenke. Für die Kniegelenke eignet sich beispielsweise das Quadriceps-Training besonders gut. Dabei wird der Musculus quadriceps, der große Oberschenkelmuskel, gestärkt. Dies gelingt am besten mit Streckübungen des Beines gegen einen Widerstand. Achtung: Lassen Sie sich hier gut anleiten – besonders wenn schon ein Gelenkverschleiß vorliegt -, damit Sie durch eventuelle Fehlbelastungen nicht noch mehr kaputtmachen. In Sportstudios mit gut ausgebildeten Übungsleitern können Sie eine gute Hilfe erfahren. Gelenkverschleiß: Je größer das Gewicht, desto größer die Belastung Dass dicke Menschen mehr über Gelenkverschleiß klagen als „Bohnenstangen“ ist eine Binsenwahrheit. Unsere Gelenke sind von Natur aus darauf ausgelegt, einen normalgewichtigen Menschen mehr als 70 Jahre zu tragen. Bei einem sehr viel höheren Körpergewicht – besonders dann, wenn gleichzeitig Bewegungsarmut besteht oder Fehl- und Überbelastungen vorliegen – sind die Gelenke eben sehr viel schneller verschlissen. Jeder von Gelenkverschleiß bedrohter oder gar betroffener Mensch sollte daher dringend sein Körpergewicht zu normalisieren streben. Tipps hierzu finden Sie unter www.1-uebergewicht.de.
Welche Ernährung bei Gelenkverschleiß? Natürlich kann die richtige Ernährung die Gewichtsabnahme unterstützen. Unabhängig davon scheint es bei Gelenkverschleiß aber darauf anzukommen, dass der Körper nicht „übersäuert“ ist. Viele Patienten mit Gelenkverschleiß berichten eine langfristige und anhaltende Linderung ihrer Beschwerden, wenn Sie sich basenbetont ernähren. Generell kann man sagen: Eiweißreiche Lebensmittel (besonders tierische) sind unter diesem Aspekt eher ungünstig, Salate, Obst und Gemüse sind eher günstig. Genussmittel wie Rauchen, Alkohol oder Kaffee sind weitgehend zu meiden. Mineralreiches Mineralwasser entsäuert hingegen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.migraene-1.de/ernaehrung-kopfschmerzen/ . Eine sehr gute Wirkung hat auch das Heilfasten. Zum einen natürlich über die schnelle und zuverlässige Gewichtsreduktion. Zum anderen aber auch über eine „Entschlackung“ des Bindegewebes mit der Folge einer besseren Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen. Siehe hierzu auch www.heilfasten-1.de. Gelenkverschleiß: Helfen Nährstoffe? Knorpelschutzpräparate waren vor etwa 20 Jahren groß in Mode, gerieten dann aber ins abseits, da Kritiker meinten, sie müssten wirkungslos sein, da die Moleküle gar nicht aufgenommen und in das Gelenk gelangen könnten. Inzwischen gibt es aber einige wissenschaftliche Belege, die sich an theoretischen Erwägungen orientieren, sondern die klinische Wirksamkeit bestätigen. Leider werden von schulmedizinischen Hardlinern selbst solche evidenzbasierten Untersuchungen – teilweise unter Fälschung der Interpretation der Originalautoren – nicht anerkannt bzw. sogar als Beweis für die angebliche Unwirksamkeit angesehen (siehe auch: www.arthrose-1.de.) Das bekannteste Präparat ist das Dona 200. Es enthält Glucosamin. Dies ist ein Proteoglykan, ein Zuckereiweiß, welches Bestandteil der bindegewebigen Matrix des Knorpels ist. Preiswerter und noch höher dosiert ist die Orthoexpert Gelenknahrung. Diese enthält neben Glucosamin noch Chondroitinsulfat. Diese ist das Grundmolekül, an welches sich das Glucosamin im Bindegewebe anlagert. Außerdem enthält die Gelenknahrung noch Kollagen, welches ebenfalls eine wichtige Rolle im Knorpel spielt. Im Tierversuch mit radioaktiv markiertem Kollagen konnte gezeigt werden, dass entgegen anders lautender Behauptungen das Kollagen intakt im Darm aufgenommen wird und sich im Knorpel der Versuchstiere anreicherte. Von der Orthoexpert Gelenknahrung sollten Sie bei Gelenkverschleiß vier Wochen lang zwei Beutel täglich nehmen, dann acht Wochen lang einen Beutel. Zunächst sollte dieses Präparat nicht länger als drei Monate eingenommen werden. In der Regel haben dann die Beschwerden deutlich nachgelassen. Wenn die Beschwerden dann wieder stärker werden sollten, dann kann man mit einer erneuten „Knorpelschutzkur“ beginnen. Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans unseres Körpers. Es ist darüber hinaus wichtig für die Eiweißsynthese der Chondrozyten, der Knorpel produzierenden Zellen www.ganzheits-medizin.de/vitamin-c/. Ohne Vitamin kann aus der Aminosäure Prolin nicht das Hydroxyprolin hergestellt werden, welche mit 11 % der Aminosäuren des Knorpels eine der wichtigsten Aminosäuren darstellt. Auch Entzündungsprozesse sind bei der Gelenkverschleiß bedeutsam. So werden bei Schädigungen des Knorpels reaktiv die Entzündungsmediatoren Interleukin-1 und Tumor Nekrose Faktor freigesetzt, welche Entzündungen unterhalten und weitere Schädigungen nach sich ziehen können. Bei jeder Entzündung werden aber freie Radikale freigesetzt, die der Organismus mit Antioxidantien neutralisieren muss. Neben dem Vitamin C ist hier das Vitamin E von entscheidender Bedeutung. Vitamin E hat bei Arthritis und Gelenkverschleiß eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung www.rheumatische-erkrankungen.de/polyarthritis/. Wichtig ist dabei aber, hohe Dosen einzunehmen (nicht unter 600 IE). Keine Angst, Sie müssen an einer solch hohen Dosis nicht sterben, auch wenn interessierte Kreise Ihnen das weismachen wollen www.ganzheits-medizin.de/vitamin-e/. Wer nicht so viele verschiedene Präparate einnehmen will, der kann auch eine Kombination von Vitamin E und Vitamin C nehmen, z.B. Evina Kps. 2x1 oder die Antioxidantienkombination Orthoexpert nutri basic 2x1. Vitamin E, C bzw. die Kombinationen eignen sich zur Dauergabe. Gelenkverschleiß: „Similia similibus curentur“ – „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“ Dies ist
der wichtigste Grundsatz der
Erfolgversprechender erscheint hier die Gabe eines
homöopathischen
Komplexmittels zu sein, bei dem sich die einzelnen Mittel synergistisch in ihrer
Wirkung unterstützen. Einbewährtes Mittel ist das Präparat Zeel. In einem
Doppelblindversuch war es nicht weniger wirksam als Diclofenac (Maronna, Weiser,
Klein: Orthopäd. Prax. 2000; 36(5): 285–291). Die empfohlene Dosis ist hier 3x1
Tablette. Wenn Sie es mit obigen
Eine Intensivierung der Wirkung kann erreicht werden, wenn am Anfang der Behandlung zusätzlich zur Einnahme in Kapsel/Pulverform eine Kur mit homöopathischen Injektionen erfolgt. Ich injiziere dabei gern das Mittel Zeel als Ampulle (bei Zustand nach Verletzungen oder bei Entzündungszeichen nehme ich auch gern Traumeel) an neuraltherapeutische Triggerpunkte bzw. an Akupunkturpunkte im Bereich der betroffenen Gelenke.
Besonders effektiv wird die Behandlung, wenn auch noch die Ohrakupunktur mit hinzugefügt wird. Hierbei messe ich das Ohr mit einem Diagnosestift aus, welches die Leitfähigkeit der Haut misst. Körperakupunkturpunkte weisen immer eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit auf. Ohrpunkte haben jedoch nur dann einen messbar niedrigeren Widerstand, wenn das mit diesem Punkt korrespondierende Organ oder Gewebe irgendwie gestört oder erkrankt ist (siehe Abbildung). Nur die passenden Punkte werden dann gezielt mit einer Akupunkturnadel, einer Dauernadel oder einer Injektion mit dem homöopathischen Mittel versorgt. Von einer solchen Injektionsserie mit Ohrakupunktur sollten 5-10 Behandlungen etwa 2-3x pro Woche durchgeführt werden. Eine solche Behandlung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Bei der stationären Therapie werden die beschriebenen Maßnahmen natürlich noch durch andere geeignete physikalische Therapien wie beispielsweise Einzelkrankengymnastik, Elektro/Ultraschalltherapie, warme Bewegungsbäder, Massagen oder Moorpackungen ergänzt, was die Effizienz der Maßnahmen nochmals zu steigern vermag.
Grenzen naturheilkundlicher Therapie bei Gelenkverschleiß Es kann nicht erwartet werden, dass schwere Verschleißerscheinungen wieder in einen jungfräulichen Zustand zurückversetzt werden können. Nicht immer kann auch eine Schmerzfreiheit erzielt werden. Und nicht jede Operation kann auf Dauer vermieden werden. In vielen
Fällen sind aber signifikante Linderungen der Beschwerden erreichbar, die die
schmerzarme Gehstrecke deutlich länger werden lassen, den Beigebrauch von
Schmerzmittel überflüssig oder zumindest geringer werden lassen und Operationen
möglicherweise um einige Jahre hinausschieben helfen können. Auch wenn Sie immer
wieder hören:
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Dr. Volker
Schmiedel
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz. Alle notwendigen Laboruntersuchungen können in der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik oder der Naturheilkundlichen Privatambulanz durchgeführt werden.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
Telefon +49 (0) 56 1- 31 08 - 102 oder - 622
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